Hunde und Ihre Krankheiten

Übersicht über mögliche Hundekrankheiten


 

Parvovirose (P*) des Hundes - Hundeseuche



Die Infektion
Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt - allerdings: Nicht nur infizierte Tiere können den Erreger weitergeben, auch über Gegenstände und Kleidung kann das Virus verbreitet werden. Die Parvo-Viren sind in der Lage, in der Außenwelt sehr lange zu überleben-eiine große Gefahr vor allem auch für die Hundezucht!

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Der Krankheitsverlauf
Von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch vergehen 4-7 Tagen. In dieser Zeit hat das Virus vornehmlich die Zellen des Dünndarms befallen und beginnt diese zu zerstören. Zunächst zeigen die Tiere nur Teilnahmslosigkeit, verweigern das Futter und erbrechen. Schließlich kommt es zu unstillbaren Durchfällen mit starkem Flüssigkeitsverlust, der bei Welpen innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen kann.
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Staupe- auch für ältere Hunde gefährlich



Die Infektion

Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken dadurch andere Hunde an. Eine besondere Gefahr stellen dabei Tiere dar, die den Erreger verbreiten können, ohne selbst Symptome zu zeigen.
Die Hundestaupe befällt zwar vorwiegend Jungtiere in den ersten Lebenswochen - aber auch ältere Tiere können erkranken.
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Der Krankheitsverlauf
3-7 Tage nach der Ansteckung ( Inkubationszeit ) äußert sich die Staupe in Fieberschüben, Husten sowie Nasen- und Augenausfluss. Daher wird sie in ihrem Anfangsstadium häufig mit einer Infektionserkrankung der oberen Atemwege verwechselt.
Die Krankheit ist durch drei verschiedene Verlaufsformen gekennzeichnet, wovon eine, zwei oder alle auftreten oder ineinander übergehen können.
Vorwiegend beginnt die Staupeerkrankung mit der Darmform, die sich durch Entzündungen des Magen-Darm-Traktes mit mehr oder weniger heftigem Durchfall äußert. Gleichzeitig oder auch anschließend kommt es zur Entzündung der oberen Atemwege, der sog. Lungenform der Staupe. Die Symptome reichen hier vom einfachen Husten bis hin zur Lungenform. Schließlich kommt es im weiteren verlauf zu Bewegungs- und /oder Gleichgewichtsstörungen und Lahmheiten oder auch Verhaltensänderungen ("Staupe-Tick") als Ausdruck der Nervenform.
Verlauf und Stärke der Erkrankung können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und auch zu bleibenden Schäden führen, beispielsweise an den Zähnen (Staupegebiss) oder den Fußballen (Hard-Pad-Disease). Die Erkrankung endet häufig tödlich, insbesondere bei Jungtieren. Um so wichtiger ist es, einen sicheren Schutz zu erwirken.
Bei älteren Tieren ist besonders die "nervöse Staupe" gefürchtet, da sie vielfach mit unheilbaren nervösen Erscheinungen einhergeht, die erhalten bleiben.

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Hepatitis contagiosa canis- die ansteckende Leberentzündung

Die Infektion
Die ansteckende Leberentzündung wird ebenfalls durch Viren verursacht. Sie befällt außer Hunde auch andere Tierarten, wie z.B. Füchse. Bei diesen äußert sich die Erkrankung jedoch in einer Gehirnentzündung. Das Virus ist sehr stabil und unempfindlich. Dadurch gewinnt neben der direkten Übertragung durch Kontakt mit anderen Hunden oder deren Körperausscheidungen (Urin, Kot, Speichel) die indirekte Übertragung durch Gegenstände und Kleidung usw. eine größere Bedeutung. Eine ständige Gefahr für Jungtiere stellen ungeimpfte ältere Hunde dar, welche das Virus über Monate ausscheiden können, ohne selbst deutliche Krankheitserscheinungen zu zeigen.
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Der Krankheitsverlauf
In den ersten beiden Lebenswochen sind Hunde gegenüber diesem Erreger besonders empfindlich. 2-5 Tage nach der Ansteckung kann es bei Welpen zu plötzlichen Todesfällen kommen. Bei langsameren Verlauf der Krankheit tritt ein staupeähnliches Krankheitsbild mit Fieber, Mandelentzündung, Lymphknotenschwellung, Fressunlust, Durst, Müdigkeit und Erbrechen auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer typischen Schmerzhaftigkeit im Bauchbereich mit Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen und einer Körperhaltung mit aufgekrümmten Rücken.
Werden die Hunde wieder gesund, so bleibt eine Hornhautrübung, das sog. "blue eye". Das Auge wird undurchsichtig und wirkt wie ein Glasauge. Meistens wird der Hund dadurch blind.
Diese Form der Hepatitis tritt heute durch die regelmäßigen Impfungen kaum noch auf.
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Zwingerhusten- auch infektiöse Tracheobronchitis genannt

Die Infektion
Die Zwingerhusten-Erkrankung wird durch Parainfluenza-Viren verursacht. Die Ansteckung erfolgt durch die sog. "Tröpfchen-Infektion", z.B. durch Kontakt mit Artgenossen beim täglichen Spaziergang. Das Risiko ist dort besonders hoch, wo sich viele Hunde auf engem Raum befinden, beispielsweise im Tierheim, auf dem Hundesportplatz, in der Welpenschule, in einer Hundepension oder in einer Hundezucht. Deshalb wird bei dieser Erkrankung auch oft vom sog. "Zwingerhusten" gesprochen. Als Hauptursache für die Infektion gilt das Parainfluenza-Virus (Pi.), aber auch andere Viren können beteiligt sein. Bakterien, wie Bordetella bronchiseptica (Bb.), können die infektiöse Tracheobronchitis ebenfalls auslösen. Äußere Faktoren, die zur Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte führen (z.B. Stress, Umgebungswechsel, Ausstellungen, Futterumstellung, Parasitenbefall, Temperatur- und Klimawechsel), können den Ausbruch der Krankheit begünstigen, weshalb man hier auch von einem multifaktoriellen Geschehen spricht.
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Der Krankheitsverlauf
Bei dem Zwingerhusten zeigt der Hund trockenen, teilweise anfallsartigen heftigen Husten, ähnlich dem Keuchhusten des Menschen.
Zwar handelt es sich bei der infektiösen Tracheobronchitis nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, jedoch bedarf die mitunter sehr schmerzhafte und möglicherweise über Wochen anhaltende und quälende Entzündung der Atemwege einer lang andauernden medikamentösen Therapie mit Antibiotika.

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Leptospirose Stuttgarter Hundeseuche-mehr als eine Hundekrankheit: eine Zoonose

Die Infektion
Die Leptospirose ist eine bakteriell bedingte Erkrankung, die von verschiedenen Leptospiren verursacht werden kann. Diese können nicht nur beim Hund, sondern auch bei anderen Haus- und Nutztieren und beim Menschen zu Erkrankungen führen, weshalb man hier auch von einer Zoonose spricht.
Die Leptospiren werden hauptsächlich durch infizierte Mäuse und Ratten weit verbreitet: Sie scheiden die Erreger -wie alle befallenen Tiere - mit dem Harn aus. Auf diese Weise verunreinigte Gewässer (Tümpel, Pfützen, Gräben, Seen usw.) stellen neben kranken Artgenossen die Hauptansteckungsquelle dar, denn im Wasser können sich die Leptospiren über Wochen am leben halten und vermehren.
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Der Krankheitsverlauf
Ob Tier oder Mensch: Die Keime werden über die Schleimhäute aufgenommen. Erste Symptome beim Hund sind zumeist eine Nachhandschwäche, gefolgt von Fieber, Appetitlosigkeit und Durst. Im weiteren Verlauf folgen Nierenentzündungen, Störungen im Magen-Darm-Trakt mit Durchfall und Erbrechen sowie Gelbsucht. Nach 5-20 Tagen führt die Krankheit über Leber- und Nierenschäden häufig um Tod.
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Tollwut- Die wohl größte Gefahr für den Menschen

Die Infektion
Die Übertragung dieser wohl am meisten gefürchteten Infektion erfolgt durch den virushaltigen Speichel infizierter Tiere. Heimtückisch dabei ist, dass der Speichel schon vor dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome infektiös sein kann. Die Eintrittspforten für das Virus stellen vorhandene Hautverletzungen wie Schürf- und Bisswunden dar, die mit dem Speichel des infizierten Tieres in Berührung kommen.
Die zentrale Rolle bei der Verbreitung der Tollwut spielen auch heute noch die Füchse, wobei man das zunehmende Risiko durch Marder nicht vernachlässigen darf. Infizierte Tiere verhalten sich über längere Zeit fast normal, sind ruhig und unauffällig. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Ein zahmer Fuchs sollte ein Warnsignal sein: Es ist bekannt, dass durch die Tollwut die Scheu vor dem Menschen verloren geht.
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Der Krankheitsverlauf
Nach dem Eindringen in den Organismus wandert das Virus entlang den Nervenbahnen über das Rückenmark in das Gehirn und von dort zu den Speicheldrüsen. Je nach Entfernung der Biss- bzw. Eintrittsstelle vom Gehirn vergehen vom Tage der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit 14-30 Tage oder auch mehr. Während der Erkrankung werden drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien durchlaufen, die von Wesensveränderungen (wilde Tiere werden zahm oder überwinden ihre Wasserscheu) über Aggressivität zur Depression (Beißwut oder "rasende Wut" im Gegensatz zur stillen Wut) führen. Im Endstadium herrschen Krämpfe und Lähmungen vor.
Häufig kann die Schluckmuskulatur nicht mehr bewegt werden, die Tiere speicheln und können nicht trinken. Es kommen jedoch auch atypische mildere Erkrankungen vor. Aufgrund der großen Gefahr für Mensch und Tier unterliegt die Tollwut nicht nur in Deutschland veterinärrechtlichen Bestimmungen. Danach ist die Behandlung erkrankter Tiere verboten.
Selbst beim bloßen Verdacht auf Tollwut müssen die Tiere getötet werden. Dank intensiver veterinärbebördlicher Maßnahmen ist es zwar gelungen, die Tollwut einzudämmen, aber Schutz bietet allein eine rechtzeitig durchgeführte und anerkannte Impfung.

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Die Borreliose


Die Infektion
Die Borreliose kann durch alle beim Hund vorkommenden Zeckenarten durch einen einzigen Biss übertragen werden. Diese Krankheit stellt insofern ein Problem dar, dass sich die entsprechenden Symptome erst nach Monaten zeigen und daher häufig viel zu spät erkannt wird.
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Der Krankheitsverlauf
Hunde können Wochen bis Monate nach einem Zeckenbiss Appetitmangel, Fieber, Lahmheit, Schwellungen und/oder Schmerzhaftigkeit eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln und der Wirbelsäule zeigen. Aber nur bei frühzeitigem Erkennen ist eine Behandlung mit entsprechenden Antibiotika über mehrere Wochen erfolgreich. Seit einigen Jahren gibt es nun einen Impfstoff, der die Hunde zwar nicht vor den Zeckenbissen schützt, aber eine Infektion mit den Erregern der Borreliose verhindert.
Übrigens: Infizierte Hunde stellen für den Menschen kein Risiko dar. Auch die Einschleppung von Zecken durch den Hund in eine Wohnung bedeutet keine Gefahr für den Besitzer, weil Zecken ihren Wirt üblicherweise nicht wechseln.
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